Ich habe nicht wirklich daran geglaubt, dass das 4. Semester so viel stressiger werden würde als das 3. Semester. Aber genau das ist eingetreten. Inzwischen kann man die Wochen bis zu den lang ersehnten Sommerferien auf einer Hand abzählen, aber trotzdem ist das noch zu lange und ich habe längst genug. Genug von unangekündigten Mini-Projekten, genug von großen Semesterprojekten, genug vom Alltag, genug von Hagenberg. Es ist einfach öde geworden, ich fühle mich verbraucht und leer. Wie eine Maschine, in die man ständig neue Aufträge hinein schmeißt, die dann einfach ausgeführt werden müssen. Man weiß nicht mal mehr, mit was man anfangen soll.
Seit damals in den Semesterferien habe ich sicher an nichts gearbeitet, was nicht für das Studium bestimmt war. Vorbei sind die Zeiten, wo ich noch eigene Projekte nebenbei machen könnte oder zumindest ein bisschen zum Zeichnen gekommen bin, was immer sehr entspannend war. Der einzige Ausgleich besteht aus Serien und Games, mit denen ich aus dem Alltag flüchte und die täglich mehrere Stunden verschlingen. Und das oft nur, weil gerade etwas erledigt werden muss, wozu ich vielleicht eine Woche vorher viel Lust gehabt hätte, aber es damals noch nicht möglich war daran zu arbeiten. Aber nur indem man Prioritäten setzt, kann man überhaupt überleben ohne massiven Schlafentzug zu erleiden.
Es klingt vielleicht dramatisch, aber in den letzten Wochen war dies die Realität. Es gab aber ein paar Lichtblicke: Für 2D- und 3D-Animation habe ich ein bisschen kreativ sein können und auch das Semesterprojekt ist etwas, in das ich gerne viel Zeit stecke. Hier also ein paar Videos, die in dieser Zeit entstanden sind:
Noir City
Robot picks up light bulb
StevyGee Films 3D [wip]
Mehr auf Vimeo.

Quasi eine Steigerung von 2 Monate später.
Letzten Donnerstag gab Matthias Köchl allen Elektroauto-Interessierten die Gelegenheit seinen Peugeot 106 electric und StartLab Open Street zu testfahren. Danke nochmals an dieser Stelle! Das Ganze fand am Parkplatz zwischen Europapark und Strandbad in Klagenfurt statt. Von der Aktion habe ich zufällig kurz vorher über Facebook erfahren…

Die kleine Verkörperung des Elektroauto-Stereotyp vom Golfwagen hat ne ganz ordentliche Beschleunigung fährt bis auf das Geräusch der Bremsen und der Reifen nahezu lautlos! Leider eindeutig zu klein (merkt man vor allem in der Höhe) und als Auto nicht wirklich ernst zu nehmen. Das Fahrerlebnis erinnert an ein Autodrom, es macht also Spaß
Der umgebaute Peugeot 106 war da schon interessanter: Platz für 4-5 Leute, sehr simpel zu bedienen mit einem Schalter für Vor-/Rückwärtsgang und super leise! Die Dinger kosten aber leider gebraucht noch um die 16.000 € und müssen aus Frankreich importiert werden. Aber es war sehr spannend ein paar Runden damit um den Parkplatz zu drehen.


Sobald des Geld für ein ähnliches Auto ausreicht und die Batterietechnologie eine Reichweite über 200 km erlaubt, greife ich zu! Der Th!nk City ist beispielsweise bereits dazu in der Lage, aber noch nicht hierzulande…
Gestern war die Deadline für die heurigen Semesterprojekte und so auch für Heim-Vorteil. Nach einer überaus umfangreichen Pre-Production haben wir ab dem Jahreswechsel ordentlich Gas gegeben und aus dem Animatic eine vollanimierte erste Minute gebastelt!
[vimeo]http://vimeo.com/3055700[/vimeo]
Wenn man bedenkt, dass die Phase in der wir Animationen gezeichnet haben (Charaktere zeichnen, anmalen, Lipsync, Timing) nur 2 Wochen gedauert hat, kann man sich sicher vorstellen dass wir gerne weiter machen würden. Die lange Planung hat sich dann doch gelohnt, weil wir so schon eine genaue Vorstellung davon hatten, was als nächstes zu tun ist. Das Pacboard hat wertvolles Feedback geliefert, an dieser Stelle vielen Dank dafür

Da bisher die Resonanz sehr gut war, ist es wohl unumgänglich in den Ferien die 1. Folge - 5-Mal so lang wie der 1. Dialog - fertig zu produzieren
Wieder fast ein Monat ohne Blogeintrag - so wie immer in solchen harten Zeiten ohne Update haben mich andere Dinge aufgehalten. Und es liegen noch 3 Wochen voller Klausuren und Abgabetermine vor mir, bevor es in die Semesterferien geht. Jetzt muss ich einfach wieder mal was raushauen:

In den Weihnachtsferien habe ich mich nach langer Zeit wieder mit One Way Trip to Hell and Back beschäftigt, genauer gesagt mit dem Intro. Letzten September ist es zur Vorpremiere knapp aber sehr hastig fertig geworden. Ich war den ganzen Herbst unzufrieden damit, habe aber die Finger davon gelassen um mich auf die FH zu konzentrieren. In den Ferien war also etwas Zeit - die ich besser für Wichtigeres hätte nutzen sollen - und ich habe mich wieder hinein gestürzt. Für die FH etwas vor zu arbeiten wäre sicher klüger gewesen; Es hat aber Spaß gemacht, und so habe ich meine eigene Art von ferialer Entspannung bekommen. In den Semesterferien kann es dann weiter gehen und der Weg zum Online-Release ist nicht mehr weit!
[vimeo]http://vimeo.com/2779914[/vimeo]
“Zurück in Hagenberg” ging es weiter mit dem Semesterprojekt Heim-Vorteil. Nach der ewigen Preproduction, die man fast schon als Development-Hell bezeichnen könnte, geht heute der 2. Tag zueende, an dem tatsächlich an Animationen gearbeitet wurde! Erst vor einer Woche haben wir unser Animatic quasi fertig gestellt, sodass es herzeigbar wurde. Wir konnten jede Menge Feedback sammeln, das in die finale Tonspur geflossen ist. Bis zum Präsentationstag am 3. Februar ist nicht mehr viel Zeit, aber momentan ist die Produktion voll im Gange und es könnte doch noch eine Szene fertig werden. Im Moment zeichnen wir die Frames in High-Definition und synchronisieren die Lippen der Charaktere zum Ton - echt spannend das mal selber zu machen!
Sorry, dass es grad nicht mehr zu sehen gibt, aber die Projekte nähern sich gerade erst dem Ende zu und es ist zu früh, schon Dinge zu zeigen die sich wahrscheinlich eh noch ändern werden. Ich habe vor wenn es soweit ist den Entwicklungsprozess zu zeigen und natürlich das jeweils fertige Produkt!
Last but not least: Scrubs ist zurück - und es ist wieder fast wie früher! Mirror’s Edge macht Spaß, hat einen interessanten Stil und geht neue Wege. Ah und ich bin jetzt auf Facebook - tausendmal besser benutzbar als StudiVZ!
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